THE BEATLES “WHITE ALBUM”

 

 

Beatles - White Album

Über dieses Album zu schreiben ist eigentlich überflüssig, weil Bücher und Web voll sind mit Stories zu den einzelnen Kompositionen. Deshalb einfach meine Eindrücke in Kurzform. Es war eines meiner ersten gekauften Longplay-Alben Ende der 60er Jahre. Und ich halte mich auch nicht lange auf: Es ist meiner Meinung nach das beste Album der Beatles und auch heute noch eine der besten 50 Pop Platten aller Zeiten!

 

 

 

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TITELVERZEICHNIS DISC 1

Back In The U.S.S.R.
Dear Prudence
Glass Onion
Ob-la-di Ob-La-Da
Wild Honey Pie
The Continuing Story Of Bungalow Bill
While My Guitar Gently Weeps
Happiness Is A Warm Gun
Martha My Dear
I’m So Tired
Blackbird
Piggies
Rocky Raccoon
Don’t Pass Me By
Why Don’t We Do It In The Road?
I Will
Julia

TITELVERZEICHNIS DISC 2

Birthday
Yer Blues
Mother Nature’s Song
Everybody’s Got Something To Hide Except Me
Sexy Sadie
Helter Skelter
Long Long Long
Revolution 1
Honey Pie
Savoy Truffle
Cry Baby Cry
Revolution 9
Good Night

 

 

 

 

Der Flieger landete direkt in den Charts. „Back In The USSR“ war der Auftakt zur erfolgreichen Geschichte des Albums „White Album“, das auch heute noch – 47 Jahre nach der Erstveröffentlichung am Freitag, dem 22. November 1968 – als eines der besten Pop Alben aller Zeiten gilt. Gleichzeitig eines der ersten Alben, das ich seinerzeit überhaupt als Schüler gekauft hatte. Songs, von denen ich mittlerweile jede Note auswendig mitsingen kann und die – das gebe ich gerne zu – auch mein späteres Singen erheblich beeinflusst haben. Leichte easy-listening Schlager wie „Ob-La-Di, Ob-La-Da“, „Birthday“ oder „Honey Pie“, komplexe Rock Songs wie das experimentelle „Revolution 9“, die von George Harrison komponierten Kuschelrocker „Long Long Long“ und „While My Guitar Gentle Weeps“, bei dem sich erst später herausstellte, dass die geniale Slidegitarre von Eric Clapton gespielt worden war. Die Bierzelt-Mitgröl-Fetenhits „Don’t Pass Me By“ und „I’m So Tired“ sind weitere superbe Pop-Perlen, die auch heute noch besser sind als viel von dem Mist, der sich heute in den Charts herumtreibt.

Wichtiges Merkmal neben den einzelnen Kompositionen, die in sich selbst noch so viel Material für weitere Songideen hergeben würden, war die Vielseitigkeit der Musikstücke, die sich vor allem auch darin zeigte, dass hier jeder Musiker jedem Song durch seinen Gesang seine besondere Note verleihen konnte. “Dear Prudence” mit dem klagenden Gesang von John Lennon und dem Satzgesang, der wie ein Adler am Himmel steht und sich auch nicht bewegt, als der Rhythmus längst von der Strophe in den Refrain hinein fliesst. Die feine orchestrale, aber nie zu gewaltige Orchestration von George Martin, der genau wusste, wann ein Song danach verlangte und wann er ihn lieber seiner Ursprünglichkeit überliess. Eine der herausragendsten Arbeiten des Produzenten, der sich dann in den 70er Jahren nur noch einmal mit der “America”-Platte “Holiday” übertroffen hat.

Über die Hälfte der Lieder sind zudem reinrassige Ohrwürmer, die sich im Gehirn fest nagen wie ein Alien, das seinem Wirt - ohne dass er es langfristig merkt - prägende Elemente für sein weiteres musikalisches Leben einimpft. Die Genialität der 30 Tracks spricht alleine für sich durch die Tatsache, dass die Produktion auch heute noch - 40 Jahre später - modern und zeitgemäss klingt. Spontane und intuitive Musikalität der “Fab Four”, nach der sich die meisten der heutigen Pseudo ”Komponisten” die Finger lecken würden.

Das “White Album” war auch die Platte, die mir - als damals 13jährigem - zu wesentlich besserem “Englisch” verhalf. In einer Ausgabe des wöchentlichen Jugendmagazins “Bravo” waren alle Texte komplett abgedruckt und so dauerte es nicht lange, dass die Musik mit vollster Lautstärke aus den Lautsprechern brüllte und ich - auf dem Mahagoni-Tisch im Wohnzimmer stehend (sozusagen zur Ersatzbühne umfungiert - selbstredend nur dann, wenn meine Eltern ausser Haus waren) - die Lyrics fehlerfrei intonierte, auch wenn mir Sinn und Zweck der Worte damals noch befremdlich erschienen.

FAZIT: Eines der besten 50 Pop Alben aller Zeiten. Wer es bereits hat, der weiss, welchen musikalischen Schatz er besitzt. Wer es nicht kennt, weiss gar nicht, was er bisher in seinem musikalischen Leben versäumt hat. Schade, dass es bisher nie eine erweiterte Deluxe Edition mit Outtakes oder alternativen Versionen wie beispielsweise der Single Version von „Revolution“, die sich in Tempo und rockigem Outfit wesentlich von der Album Fassung unterscheidet, gegeben hat.

Produced by George Martin

Personal:

John, Paul, George & Ringo

Additonal Musicians (Auszug):
Eric Clapton (guitar on “While My Guitar Gently Weeps”)
Yoko One (background vocals, handclaps)
Jack Fallon (violin on “Don’t Pass Me By”)
Harry Klein (saxophone on “Honey Pie” and “Savoy Truffle”)

Veröffentlichung der Original Doppel-LP: 22. November 1968 (EMI Records)
Veröffentlichung dieser UK Doppel-Disc: 2002 (EMI Records Parlophone)

Besonderheit: Diese Rezension bezieht sich auf die Doppel-CD, der ein Booklet mit allen abgedruckten Texten beiliegt. Wieviel Seiten das Booklet hat, kann ich leider nicht mehr nach voll ziehen, weil mein Booklet von meinen Zwergkaninchen Cäsar und Anne (beide wohl Beatles-Fans) gefressen wurde. Passiert, wenn man Sachen unbeaufsichtigt herum liegen lässt, obwohl es Raubtiere in der Wohnung gibt.

KAUFEMPFEHLUNG:  KKKKKKKKKK

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